Hamburg – Tag 3

Fortsetzung von „Hamburg – Tag 1“ und „Hamburg – Tag 2“

Dienstag
Nachdem uns die Hafenrundfahrt am Vortag so gut gefallen hatte, war ich der Meinung, dass wir auch noch unbedingt eine Stadtrundfahrt machen müssten und versuchte meinen Freund zeitig aus dem Hotel zu scheuchen, damit wir auch ja die erste Rundfahrt um 10:00 Uhr erwischen.

Gut, wir sind beide doch nicht so die aktivsten Menschen am Morgen und somit wurde es dann doch erst 11:00 Uhr als wir im roten Doppeldecken sassen.

Aber lasst euch gesagt sein, wenn ihr über 1,80 m groß seid, dann setzt euch in solchen Bussen nicht nach ganz hinten! Neben der Tatsache, dass sich vor uns dann auch noch eine desinteressierte Teenie-Klasse platzierte, war das der Grund warum wir die Fahrt vorzeitig wieder abbrachen. Wir sahen von den Plätzen aus kaum etwas und wegen dem Teenie-Geschnatter bekamen wir auch nicht großartig etwas von den Erklärungen mit. Ein umsetzen war auch nicht möglich, da der Bus komplett voll war. Also sind wir am Rathaus wieder raus und entschieden uns zu Fuß weiterzugehen.

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Nach einem kurzen Abstecher ins Rathaus, was wir am Tag vorher versäumt hatten, ging es weiter zum Michel. Ist ja nun mal schließlich eins der Wahrzeichen von Hamburg und die wollte ich ja alle abklappern.

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Der Weg dahin war… schmerzhaft. Auf der Karte sah es irgendwie nicht so weit entfernt aus. Und wir hatten uns doch schon am Tag vorher die Füße platt gelaufen. Aber der Weg hatte sich gelohnt, wie ich im Nachhinein feststellen musste.

Ich bin nicht grade sehr gläubig oder eine eifrige Kirchgängerin, dennoch bin ich von Kirchen als Bauten immer wieder beeindruckt. Mit welcher Liebe zum Detail diese Bauten entstanden sind! Wahnsinn! Wir hatten auch noch das Glück, dass wir sogar die Orgel hören konnten. Nur kurz, aber ausreichend um Gänsehaut zu bekommen.

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Im Anschluss der Innenbesichtigung überlegten wir, ob man denn noch auf den Turm hoch sollte und ich erinnerte mich mit Schrecken an meinen Aufstieg im Kölner Dom und das ich nach 3/4 der Strecke am liebsten direkt vor Ort gestorben wäre als weiter hoch zu gehen und so sagte ich meinem Freund, dass er alleine hochgehen könnte. Ich würde unten warten.

Und während ich dies sprach erblickten wir beide eine Tür an der Stand „Aufzug zum Turm“. Clever, die Hamburger! Also fix die Karten gekauft, ein paar Stufen erklommen und schon standen wir im Disco-Aufzug.

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Ein schöner Kontrast zur Kirche selber. Und dann gibt’s dort auch noch Unisex-Toiletten. In einer Kirche! Unisex-Toiletten! Überall wird ein Drama darum gemacht und dort machen die es einfach!

Oben angekommen auf der Aussichtsplattform hat man einen großartigen Blick über Hamburg. Und viel Sturm. Kurzzeitig hatten wir Angst, dass uns unsere Brillen wegfliegen, wenn der Wind die passend packt.

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Im Anschluss war’s dann auch mal an der Zeit einen Happen zu essen und wir kehrten bei einem portugiesischem Restaurant in der Nähe ein. Während wir auf unser Essen warteten konnten wir noch beobachten wir ein PKW mit quietschenden Reifen einen davonrennenden Mann quer durch die Straße verfolgte. Da kommt Großstadtatmosphäre auf!

Nach dem großartigen Essen gingen wir nochmal Richtung Landungsbrücken, da wir von da nochmal den Versuch starten wollten die Stadtrundfahrt zu machen. Nach einem kurzen Sprint erreichten wir auch den letzten Bus für den Tag und wir hatten nicht nur mit der Zeit Glück. Der Bus war nicht gerammelt voll und der „Moderator“ hatte einen wunderbaren Humor. So konnte wir eine sehr entspannte, informative und lustige Stadtrundfahrt genießen.

Nach diesen 90 Minuten kamen wir wieder an den Landungsbrücken an und bummelten da noch ein wenig rum bevor wir dann mit dem Schiff auf die andere Elb-Seite rüber setzten, denn an dem Abend stand der Hautpgrund für unseren Hamburg-Besuch an: Der König der Löwen!

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Das Musical ist toll und beeindruckend, die Kostüme sind faszinierend und als zu Beginn „Circle of Life“ ertönte wollte ich wirklich nur noch losheulen, aber im ganzen hat es mich emotional nicht so mitgenommen wie ich irgendwie erwartet oder erhofft hatte.

Kann aber auch daran gelegen haben, dass ich mich vor Beginn der Show tierisch aufgeregt habe, da hinter uns ein Pärchen meinte sich lauthals(!) über unsere Körpergrößen zu beschweren. Es ist eine Sache, wenn man das miteinander leise bequatscht, aber das lauthals zu besprechen und dann auch noch mit seinen bis dahin unbekannten Sitznachbarn auch noch lauthals darüber zu diskutieren wie blöd es doch ist, dass da große Menschen sitzen. Ich verstehe nicht, was man davon erwartet. Sollen wir uns umsetzen? In Luft auflösen? Kopf abhacken? Sitzkissen für diese Personen organisieren?

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Ok, wenn man von diesen unhöflichen Menschen absieht ist das Musical wirklich sehenswert, auch wenn es mich wie gesagt nicht ganz so emotional mitgerissen hat wie erwartet. Vielleicht hab ich den Film auch zu oft gesehen. Manche Szenen waren wirklich grandios umgesetzt. Und wie gesagt: diese Kostüme, Knaller!

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Nach diesem Tag waren wir wirklich hinüber und froh darüber endlich ins Bett zu fallen. Am nächsten Tag stand schließlich unsere Rückfahrt an, allerdings nicht ohne noch vorher ein paar weitere Sehenswürdigkeiten zu erkunden.

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